Statement von C. G. Haenel zum Entscheid des Bundesverteidigungsministeriums vom 15.9.2020 zum neuen Sturmgewehr der Bundeswehr:

Nach einem mehrjährigen anspruchsvollen Auswahlverfahren setzte sich das Haenel MK 556 in der Ausschreibung um das neue Sturmgewehr für die Bundeswehr gegen namhafte nationale und internationale Konkurrenz durch. Das Produkt erfüllt den in der Ausschreibung definierten Anspruch des Bundeswehr-Beschaffungsamts am besten; es überzeugt in der Summe aus praktischer Erprobung, Produktleistung und wirtschaftlichstem Gesamtangebot. C. G. Haenel-Geschäftsführer Olaf Sauer verweist darauf, dass Varianten dieser Waffe bereits bei deutschen Polizeibehörden und Spezialeinheiten erfolgreich eingeführt sind und sich in der Praxis bewährt haben.

Haenel, der Entwicklungsspezialist

Die Firma C. G. Haenel ist ein Spezialist für die Entwicklung von Feuerwaffen. Als Teil der Merkel-Gruppe fertigt Haenel am Standort Suhl in einem ebenso leistungsfähigen wie modernen Produktionsunternehmen mit hoher Fertigungstiefe. Die Unternehmensgruppe bildet alle Kernkompetenzen des Waffenbaus mit 120 spezialisierten und hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ideal ab. Olaf Sauer: „Insbesondere die Rohrfertigung als einer der wesentlichen Faktoren für hochwertige Qualität ist am Standort Suhl in der Merkel-Gruppe mit den erforderlichen Kapazitäten vorhanden“.  C. G. Haenel und die Merkel-Gruppe genießen in Behördenkreisen eine exzellente Reputation für Produktqualität, Liefertreue und den verantwortungsvollen Umgang mit Waffenrecht und Waffenexporten. Haenel stellt diese Qualitäten auch gegenüber der Bundeswehr bereits seit Jahren unter Beweis.

Die Merkel-Gruppe hat eine bis in das 19. Jahrhundert zurückgehende Firmengeschichte; Merkel Jagd- und Sportwaffen und C. G. Haenel sind heute die letzten in der historischen Waffenstadt Suhl verbliebenen industriellen Produzenten. Die Firmengruppe pflegt zugleich die Kultur der Büchsenmacherei für die Jagd mit anspruchsvollen, handwerklich gefertigten Jagdgewehren und innovativen Jagdwaffenkonzepten.

Hohe Investitionen seit 2007 in Standort Suhl

In der Nachwendezeit hat die Unternehmensgruppe viele Wirren durchlebt und letztlich erst mit der Übernahme durch die Caracal LLC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) eine sichere und langfristig orientierte Perspektive gefunden. Seit 2007 wurde erheblich in den Standort Suhl investiert: Gebäudeinfrastruktur, Maschinenpark und Produktportfolio (Jagd- und Behördengeschäft) wurden ausgeweitet und stetig verbessert, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu gewährleisten und Wachstum des Unternehmens sicherzustellen. Die Unternehmen der Merkel Gruppe arbeiten dennoch wirtschaftlich selbst- und eigenständig „Made in Germany“ und haben dies im Rahmen der Ausschreibung auch detailliert nachgewiesen.

MK 556 ist 90 Prozent Made in Germany

Die an langfristigen Zielen orientierte Unternehmensstrategie – in Verbindung mit hohen Investitionen in den Standort – sichert und schafft industrielle Arbeitsplätze in Suhl. Die Herstellung des Sturmgewehrs für die Bundeswehr wird mit einem Fertigungsanteil von rund 90 Prozent in Deutschland realisiert und speziell auch der Wirtschaftsregion Südthüringen zu Gute kommen.

Haenel als historische Marke aus dem Portfolio der Suhler Merkel-Gruppe nahm 2008 ihren Geschäftsbetrieb mit der Entwicklung und Produktion von Jagdgewehren auf. Wegen zunehmender Exportrestriktionen auch für Jagdwaffen erweiterte Haenel seine Unternehmensstrategie auf den Behördenmarkt. Dies war unvermeidbar, um die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern. Auch in diesem spezifischen Geschäftsfeld hat sich Haenel schnell einen guten Namen erarbeitet.